Institut

Bewusster leben und lieben

Biodanza Archetypen Zyklus 2

An diesem Wochenende werden sechs Vivencias getanzt.
Jeder Archetyp wird in zwei Vivencias aufgeteilt.
Am Ende jedes Archetypen gibt es die Möglichkeit sich in der Gruppe auszutauschen.

Findest Du, dass Dein innerer Geber so für Dich da ist wie Du es möchtest? Was möchtest Du in Deinem Leben? Werden, wer Du wirklich bist.
Bist Du Dir bewusst was Du tust oder lebst Du meistens unbewusst?


Der Geber

Das Urbild des Gebers ist der perfekte, fürsorgliche Elternteil, der stets liebevoll und aufmerksam die Talente und Interessen seines Kindes bemerkt und entwickelt und diesem neuen Leben so loyal ergeben ist, dass er notfalls sterben würde, um es zu retten.
Dieses Ideal passt sich den Bedürfnissen des größer werdenden Kindes an. Solange es ein Säugling ist, kümmert der Geber sich um jedes seiner Bedürfnisse. Später bringt er ihm bei, Dinge selbst zu erledigen und die Welt zu verstehen, damit er immer unabhängiger wird.
Diese Abfolge wiederholt sich in analogen Situationen mit Gebern: Lehrer, Psychotherapeuten, Krankenschwestern, die Unfallpatienten betreuen, Chefs die unerfahrene Arbeitskräfte anlernen, und sonstige Mentoren. Geber übernehmen zunächst die völlige Verantwortung in einer Lern- oder Heilsituation, aber wenn der Schüler oder Klient allmählich stärker bzw. erfahrener wird, verändert sich die Beziehung, bis schließlich die bisherigen Schützlinge eigenständig bestehen können. Der Geber möchte Menschen umsorgen und Situationen schaffen, in denen sie wachsen und gedeihen können.
Der Geber schafft Gemeinschaft, indem er Menschen das Gefühl gibt, dass sie dazugehören, geschätzt und umsorgt werden, und indem er die positive Beziehung von Menschen und Institutionen mit- und untereinander fördert. Geber schaffen eine Atmosphäre, in der Menschen sich sicher und geborgen fühlen.
Aber oft gleicht der Stil unseres inneren Gebers dem unserer Eltern; wenn sie uns etwas zu essen gaben, wenn wir missmutig waren; haben wir vielleicht plötzlich Lust auf Plätzchen oder Milch oder andere Nahrungsmittel, die Eltern benutzten, um Kinder zu beruhigen. Wenn sie uns umarmten, suchen wir nach körperlicher Nähe. Wenn sie uns umsorgten, aber nicht weiter belehrten, suchen wir vielleicht Trost, erlernen aber keine neuen Fertigkeiten. Wenn sie uns belehrten, aber nicht trösteten, lernen wir vielleicht ohne Schwierigkeiten, wie wir es das nächste Mal besser machen können, aber nicht, wie wir uns selbst trösten können.
Dies führt zu einem Konsumverhalten, welches das wirkliche Bedürfnis verschleiert, aber nicht befriedigt. Wenn Dein innerer Geber nicht besonders effektiv ist, solltest Du Dir Rollenvorbilder in der äußeren Welt suchen und Dein Verhalten bewusst ihnen angleichen.

Der Suchende

Die Reise des Suchenden beginnt immer mit einer Sehnsucht. Wir fühlen uns unzufrieden, begrenzt, fremd oder leer. Oft können wir das, was uns fehlt, nicht benennen, aber wir sehnen uns nach diesem geheimnisvollen Etwas.
Der Drang den Gral zu suchen, auf der Suche nach Visionen Gipfel zu erstürmen, Weisheit zu erwerben, neue Grenzen zur überschreiten, das vorher Unerreichbare zu erreichen, scheint der menschlichen Natur innezuwohnen.
Niemand ist immun gegen den Aufruf des Unbekannten, egal wie wir es uns vorstellen (als Berggipfel, Grenze oder neue Gesellschaft) oder auf was wir uns konzentrieren: Reichtum (von dem wir uns neue Möglichkeiten erhoffen), politische Freiheit, wirtschaftliche Chancen, ein erweitertes Bewusstsein, Erleuchtung oder einfach die unbestimmte Sehnsucht nach mehr.
Um zu wachsen, müssen wir die Welt und die bekannten Erfahrungen hinter uns lassen. Das bedeutet nicht, dass wir diese Gemeinschaften nie wieder haben können, und es bedeutet nicht, dass wir sie ganz wörtlich verlassen müssen; aber wir müssen emotionale Distanz schaffen, damit wir unseren eigenen Weg gehen und unsere eigenen Gedanken denken können.

Der Zerstörer

Wir haben so viele Möglichkeiten, uns durch Essen, Einkaufen, Fernsehen, Alkohol oder Drogen zu betäuben, dass uns oft der Zerstörer aufwecken muss. Früher oder später machen Verluste, Furcht und Schmerz die Suche zur Einweihung. Die Einweihung kann durch das plötzliche Bewusstsein der Sterblichkeit ausgelöst werden. Sie kann durch ein Gefühl von Ohnmacht herbeigeführt werden, die Entdeckung dass etwas, mit dem man gerechnet hat oder auf das man hingearbeitet hat, ergebnislos geblieben ist. Du warst gut, diszipliniert, fleißig und liebevoll, und zum Dank bekommst Du einen Tritt.
Die Leere, die der Zerstörer hinterlässt geht tiefer und schwächt mehr als das Verlassenheitsgefühl das der Verwaiste erlebt. Diese Erfahrung kann uns lähmen oder verwandeln. Manchmal stürzt alles um uns zusammen, und wir werden verrückt oder zynisch. Aber wenn wir in der Lage sind die Erfahrung anzunehmen, können wir das Alte loslassen und uns für Neues öffnen. Man befreit sich von der emotionalen Betäubung die die Leugnung von früheren schmerzlichen Erfahrungen mit sich bringt. Der Zerstörer gibt uns die Möglichkeit alten Schmerz und Angst zu verarbeiten. Das was Du brauchst ist eine liebevolle Haltung zur Dir selbst. Darüber mehr bei den Liebenden.

Die drei Archetypen im Zyklus 2

Archetyp

Ziel Angst Problem Antwort Geschenk

Gebende(r)

Anderen helfen

Egoismus Sich um die Geschädigten kümmern Geben, ohne sich oder andere zu schädigen Mitgefühl, Freigiebigkeit

Suchende(r)

Nach einem besseren Leben suchen

Konformität Flieht vor dem Leben Seinem wahren Selbst treu sein Autonomie, Strebsamkeit

Zerstörer(in)

Metamorphose

Vernichtung Sich selbst vernichten lassen durch Lebensthema Loslassen Demut

Anmeldung

Die Anmeldung muss schriftlich erfolgen.
Bitte hierzu die entsprechenden Anmeldeunterlagen anfordern.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir bitten daher um rechtzeitige Anmeldung.

Seminarvoraussetzungen

Das Seminar hat keine besonderen Voraussetzungen und ist hervorragend für den Einstieg in Selbsterfahrung und Tantra geeignet. Das Seminar ist offen für Frauen, Männer und Paare.