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Informationen zur Tantra-Massage


Techniken in der Tantra-Massage
"Du kannst zwar anfangen, Massage zu lernen, aber du wirst niemals fertig werden;  die Erfahrungen vertiefen sich ständig und werden immer stärker. Massage ist eine der feinsten Künste, sie ist nicht nur eine Frage des technischen Könnens. Sie ist eine Frage der Liebe."

In der Tantra-Massage gibt es keinen genauen Ablauf (wie bei der Ayurveda- oder Hawaiianischen-Massage) Es geht nicht darum Techniken zu erlernen. Die Tantra-Massage ist eine ganzheitliche Berührung eines Menschen, die über die Berührung weit hinausgeht. Es ist genau genommen eine ganzheitliche Begegnung zweier Menschen.
Die „Innere Haltung des Gebenden“ und die „Innere Haltung des Empfangenden“ ist von großer Bedeutung.

Die Besonderheiten der Tantra-Massage
a.) Ganzheitliches Berühren des ganzen Körpers mit Intimbereich
Einer der wichtigsten Unterschiede zu allen anderen Massagen ist, dass bei der
Tantra-Massage der Intimbereich mit berührt wird. Der ganze Körper wird berührt, es wird nichts ausgelassen, es wird nichts betont. Der Intimbereich wird bei der Tantra-Massage sehr liebevoll und achtsam berührt. Diese Berührung ist durchaus sehr sinnlich, ist aber keine Stimulation und ist nicht zielgerichtet.

b.) Berühren mit dem Herzen
Die Berührungen in der Tantra-Massage kommen vom Herzen. Alle Berührungen sind voller Liebe und Achtsamkeit. In der Tantra-Massage fließt die Liebe durch die Hände. Der Massierende hat eine Herzensverbindung zum Empfangenen. Er schenkt die Berührungen aus ganzem Herzen.

c.) Die innere Haltung der Gebenden und Empfangenden
Von ganz wesentlicher Bedeutung in der Tantra-Massage ist die innere Haltung des Gebenden und des Empfangenden. Ohne dieses Bewusstsein der inneren Haltung ist eine Tantra-Massage nicht möglich.
Keine noch so ausgefeilte Technik kann die innere Haltung des Gebenden und des Empfangenden ersetzen
Im Mittelpunkt der inneren Haltung steht die Präsenz.

d.) Berühren mit Intuition ohne vorgegebene Struktur
Die Tantra-Massage ist im wesentlichen ohne fest vorgegebene Struktur. Sie folgt vielmehr der Intuition und den Impulsen des Gebenden. Jede Berührung ist voller Spiel und Fantasie. Der Gebende folgt den eigenen Impulsen und ist im Fluss mit sich und dem Empfangenden. Der Gebende kann auch mit seinem ganzen Körper Berührungen schenken

e.) Massage-Techniken
Die Tantra-Massage verwendet keine speziellen neuen Techniken, sondern nutzt verschiedene Techniken aus vielen verschiedenen anderen Massage-Arten (Ayurveda, Akupressur, usw.). Die Bewegungen in der Tantra-Massage sind meist sehr langsam, achtsam und sanft. Es geht nicht darum möglichst viel und schnell zu berühren. Die Intention und die Qualität der Berührung sind entscheidend.

f.) Berührungsarten der Tantra-Massage
In der Tantra-Massage werden im wesentlichen folgende Berührungsarten verwendet:
- Streichen mit Druck, Kneten (nur in Richtung Herz)
- Streichen mit der flachen Hand
- Hauchzartes Streichen
- Streichen mit den Fingerkuppen
- Streichen mit Fingernägeln
- Hand auflegen, Halten

Innere Haltung des Gebenden
a.) Verehrung des göttlichen Körpers, Verehrung von Shiva und Shakti
Der Körper des Empfangenden wird als Tempel der göttlichen Seele verehrt.
Der Empfangende wird als Gott Shiva und oder Göttin Shakti verehrt.
Es ist eine Feier und Verehrung des göttlichen Körpers und eine Würdigung des Partners.

b.) Absichtsloses Berühren
Die Tantra-Massage ist eine absichtlose und liebevolle Berührung. Es ist keine beschwichtigende (beruhigende) oder erstickende (fordernde) Berührung. Sie ist auch keine verführerische Berührung mit der Absicht, den Partner sexuell anzuregen, um die eigene Sexualität mit Ihm leben zu können.
Die Tantra-Massage ist ein Geschenk, ohne Absicht, ohne etwas vom Empfangenden zu erwarten oder zurück zu bekommen. Die Tantra-Massage hat kein Ziel. Es ist kein Arbeiten, sondern ein Geschehen lassen. Der Gebende hat Freude am Schenken und entdeckt den Anderen jedes Mal neu.

c.) Präsenz
Eine der schwierigsten Dinge in der Tantra-Massage ist die Präsenz. Dies ist im Alltag schon schwierig genug. In der Tantra-Massage gehst du ganz nach Innen. Dies gilt für den Gebenden und für den Empfangenden. Die Tantra-Massage ist für beide eine einzige Meditation. Jeder ist ganz da in diesem Moment. Du hast keine Gedanken an die Vergangenheit oder an die Zukunft. Allen Gedanken, die da kommen, gibst du keine Energie. Du schaust den Gedanken an (aha, da ist ein Gedanke) und Du lässt ihn ziehen. Die Gedanken kommen wie Wolken, die Du anschaust und weiterziehen lässt. Wenn Du ganz präsent bist, werden deine Bewegungen automatisch langsam und sehr achtsam. Du wirst auch öfters innehalten und atmen, um wieder ganz zu dir zu kommen, um ganz in diesen Moment zurückzukommen. Du wirst Dich ganz diesem Moment hingeben. Wenn du ganz präsent ist, wirst Du diesen Körper berühren, als würdest du ihn das erste Mal berühren. Für Dich gibt es keine Vergangenheit, darum ist dieser Körper für dich ganz neu.

d.) Berühren des Intimbereiches (Yoni – Lingam)
Die Berührung des Intimbereiches erfolgt sanft und liebevoll, ohne Absicht und Ziel. Es gilt Abschied zu nehmen von der Kopf gesteuerten Gier und gegenseitigem Benutzen. Es geht um die Verehrung der weiblichen und männlichen Sexualität. Es soll die ganzheitliche Sexualität als Einheit von Körper, Herz, Geist und Seele erlebt werden. In der Tantra-Massage wird diese sinnliche Energie geweckt, gebündelt und im ganzen Körper verteilt. Es wird der ganze Körper berührt, gestreichelt, massiert, der Energiefluss wird angeregt, die Sinne öffnen sich, der Körper wird sensibilisiert, tief entspannt und ist trotzdem sehr wach. Bei der Massage im Intimbereich geht es vor allem darum, sexuelle Energie im ganzen Körper zum Fließen zu bringen, die wiederum für mehr Lebendigkeit und Gesundheit im Alltag sorgen. Empfindungen von Sinnlichkeit und Lust haben hier ihren Platz, schließlich sind sie eine wichtige Quelle für unsere Lebensfreude.

  • YONI           =>  Bedeutet „heiliger Ort“
  • LINGAM =>  Bedeutet „Lichtstab“ oder „Organ Gottes“

Innere Haltung des Empfangenden
a.) Offen sein für das Geschenk der Berührung
Der Empfangende sollte offen sein für das Geschenk der Berührung. Die Freude und die Dankbarkeit für das Geschenk der Berührung öffnet den Empfangenden für alles, was da ist.

b.) Erwartungen loslassen
Sehr wichtig für den Empfangenden ist es, Erwartungen und Wünsche loszulassen. Auch der Empfangende sollte kein Ziel haben, sondern ganz im Hier und Jetzt sein. Er sollte darauf vertrauen, dass er all das bekommen wird, was er braucht und was er sich wünscht. Sich ganz dem Moment anzuvertrauen, heißt sich ganz dem Fluss des Geschehens hinzugeben. Der Empfangende hat nichts zu tun, er kann sich ganz entspannen und sich dem Geschenk der Berührungen anvertrauen.

c.) Präsenz
In der Tantra-Massage geht auch der Empfangende ganz nach Innen. Die Tantra-Massage ist für beide eine einzige Meditation. Jeder ist ganz da in diesem Moment. Du hast keine Gedanken an die Vergangenheit oder an die Zukunft. Allen Gedanken die da kommen, gibst du keine Energie. Du schaust den Gedanken an (aha, da ist ein Gedanke) und Du lässt ihn ziehen. Die Gedanken kommen wie Wolken, die Du anschaust und weiterziehen lässt. Du wirst Dich ganz diesem Moment hingegeben.

d.) Empfang der Berührung im Intimbereich (Yoni – Lingam)
Der Empfangende lässt sich ganz auf das ganzheitliche Spüren der Sexualität als Einheit von Körper, Herz, Geist und Seele ein.

e.) Mitteilung, Feedback der Empfindungen
Sehr wichtig sind auch die Rückmeldungen des Empfangenden. Der Empfangende sollte Feedback geben, welche Berührungen ihm gut tun und welche Berührungen er gerne anders hätte. Er sollte keine negativen DU-Botschaften senden. Mit Ich-Botschaften kann er mitteilen, was er anders möchte (z.B. „Die langsamen Berührungen sind für mich besonders schön“ oder „Ich möchte es gerne langsamer“).
Der Empfangende hat viele Möglichkeiten zu zeigen, wie die Berührungen bei ihm ankommen:
Tief Atmen, Brummen, Stöhnen, liebe Worte, Bewegung, Händedruck, Lächeln, liebevolles Anschauen