|
Initiations-Camp für junge Männer in der Toskana vom 8.-15.8.2010 Das Alter zwischen 12 und 16 Jahren ist für junge Männer eine Periode des Umbruchs, eine Zeit, in der sie sich neu zu erfahren und orientieren.

Dazu gehört auch sich abzunabeln, eine eigene Meinung zu entwickeln, Eigenständigkeit zu zeigen. Diese Suche des Jugendlichen wollen wir wertschätzen und, wo möglich, unterstützen.
In der Rückbesinnung auf unsere eigene Jugend haben wir diesen Plan für Söhne entwickelt und möchten anderen Vätern (oder sog. Mentoren wie Onkel, Großvater, etc.) die Möglichkeit geben, sich einzubringen.

In einer ursprünglichen Landschaft in der südlichen Toskana und mit mitgebrachten Zelten werden wir uns abenteuerlichen Herausforderungen der Wildnis stellen, Nachtwanderungen (ohne Taschenlampe), Nachtwachen am Lagerfeuer, einer Klettertour in einem ausgetrockneten Bachbett und einer Morgenwanderung zum Sonnenaufgang auf einem Berggipfel und dabei die Natur und uns selbst erleben.
In den Stammeswelten der von uns so gern als primitiv dargestellten Völker gibt es für Jugendliche hochentwickelte Rituale, die ihnen die Orientierung erleichtern. Viele dieser Rituale können wir nicht in unsere zivilisierte Umgebung hineintragen. Welcher Jugendliche lässt sich schon gern einen Zahn herausschlagen oder stürzt sich, nur am Fass an einer Liane hängend von einem 5 m hohen Podest? Aber wir können ein Bewusstsein vermitteln, das es den Jungs einfacher macht, sich in der Erwachsenenwelt zurechtzufinden. Wir können sie ihren eigenen Weg finden lassen, und ihnen nahe bringen, dass Standfestigkeit, Zielorientierung und Rücksichtnahme ebenso wichtige Fähigkeiten sein können wie Empathie, Unkonventionalität, Gefühlsausdruck, Mußeerleben und ihre eigene Anschauung zu entwickeln und zu äußern.
Wir wollen ihnen zeigen, dass ihr Erleben und Anwenden ihrer eigenen Kraft und Vorstellungen uns willkommen sind, dass sie willkommen und angenommen sind, so wie sie sind.
 Im Zusammensein mit Männern, in der sie sich und andere Männer (Mentoren) spüren, sie im Umgang miteinander erleben, wollen wir einen unterstützenden und geschützten Rahmen bieten, in dem sie Erfahrungen im Umgang mit Grenzen anderer und mit ihren eigenen Grenzen sammeln können. Auch wollen wir ihnen vermitteln, dass Grenzen auch dem Schutz und den Bedürfnissen derer dienen, die sie setzen.
Wir werden ihnen wesentliche Informationen zur Initiation, dem Schritt ins Erwachsensein, und über die Werte vermitteln, die für einen initiierten Mann gelten. Dort, draußen in der (Fast-) Wildnis, ohne gekacheltes Klo und Warmwasserdusche, können wir uns auf unsere elementaren Bedürfnisse zurückbesinnen.“
Geschlafen wird in mitgebrachten Zelten. Das Gelände liegt auf ca. 700 Meter Höhe, so dass mit einem schönen warmen, aber nicht zu heißen Klima gerechnet werden kann.
Dr. Thomas Ischler (Arzt, Veranstalter des letztjährigen Söhne- & Väterwoche, Vater eines Sohnes), und Michael Zieger (Vater eines Sohnes und zweier Töchter, Leiter für Naturrituale), veranstalten und leiten die diesjährige Söhne- & Väterwoche in der Toskana.
|