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Text “Von der spannenden Reise zur eigenen Frau”


Ca. 7000 Jahre Patriachat haben ihre Spuren hinterlassen. Prägungen die im Kollektiv unserer Ahninnen wirken. Bereits im 3. Monat sind im weiblichen Embryo sämtliche Eizellen komplett vorhanden, was soviel bedeutet, daß das Ei, aus dem wir entstanden sind, bereits im Bauch unserer Großmutter im 3. Monat vorhanden und Informationen und Prägungen aus ihrem FrauSein bereits über die Nabelschnur von der Großmutter zu unserer Mutter und somit auch an "unser" Ei weitergegeben wurden.

Noch so kurz ist dazu im Vergleich die Zeit, in der die Emanzipation wirkt: die Arbeit der Frauenrechtlerinnen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die Zeit der aktiven Feministinnen in den 60er Jahren. Sie wehrten sich gegen das Frauenbild geprägt von Minderwert, Leid, Unterdrückung und Fremdbestimmung. Den Frauen wurde unter anderem die Fähigkeit abgesprochen ein sexuelles Wesen zu sein. Freude und Lust  und die daraus resultierende Kraft aus dem Körper, dem Tempel der Frau, wurden ihnen verwehrt. Nicht nur das, die Frau als sexuelles Wesen wird noch heute abgelehnt und negativ bewertet. In wievielen Köpfen ist auch heute noch ein lustvoller Mann männlich eine lustvolle Frau eine Hure. Was heißt es heute, eine lebendige Frau zu sein?

Über Generationen wurde uns gelehrt Körperimpulsen zu mißtrauen, der Weisheit unseres Körpers zu mißtrauen.

Daraus folgt unter anderem eine Befremdung im eigenen Sein, ein sich nicht mehr, oder nur sehr eingeschränkt sich selbst spüren können, ein Gefühl von Getrennt-sein. Die Suche nach Antworten im Außen, das Abgeben von Verantwortlichkeit für das eigene Selbst, weil nicht wissen wie, weil getrennt von der eigenen Wahrnehmung, sind mögliche Folgen, Erschöpfung bis hin zur Depression mögliche Auswirkungen. Nicht selten geht der  Wunsch nach (Er)lösung an die Partner. Doch die Männer sind hierfür nicht zuständig und was sie bestenfalls dafür tun können, ist, sich bewußt abzugrenzen. Um eine erwachsene Beziehung leben zu können zwischen Mann und Frau oder Frau und Frau ist es essentiell, die eigenen Räume zu erforschen, sich selbst bewußter zu werden und zu lernen, für sich selbst verantwortlich Mutter und Vater zu sein.

Dabei stellt die Befriedung mit der eigenen Mutter, der Frau, die uns geboren hat eine entscheidende Rolle. Das Geschenk des Lebens durch die eigene Mutter anzunehmen mit dem Preis den es sie gekostet hat. Das Ja für unser Leben kommt aus der eigenen Ahninnenreihe. Eine wichtige Rückenstärkung für unser selbstbestimmtes, erfülltes zufriedenes Frau-Sein.

Wo also finden wir unsere feminine Schoßkraft? Wo finden wir unser genußvolles Im-Körper-Sein? Wie vereinen und leben wir unsere Potentiale wie Frau/Mutter/ Geliebte/Partnerin/Beruf-Karriere? Wie integrieren wir unseren Wunsch hinaus zu gehen in die Welt mit unserer Hingabefähigkeit, unserer Rezeptivität? Wie entwickeln wir die Kunst das weibliche Potential der Beziehungsorientierung als Qualität zu leben und nicht als Falle uns dabei selbst zu verlassen, uns darin zu verlieren?. ...es gibt viel zu erforschen.

Im geschützten Kreis von Frauen gibt es die Möglichkeit, durch den achtsamen und bewußten von Hannelore und mir geleiteten Rahmen, mögliche innere Trennungen bewußt wahrzunehmen, zu integrieren was getrennt ist, heiler zu werden durch die Zeuginnenschaft, die  Spiegel der anderen Frauen, das Sehen und Gesehen-werden, Zeit zu spüren mit allen Sinnen, angenommen sein in den eigenen Reihen, heilsame Rituale, das gemeinsame Lachen, Weinen, sich berühren lassen, berühren, das sich nähren unter Frauen und dadurch sich selbst näher zu kommen, den Schlüssel wiederzufinden für die Weisheit des eigenen Körpers. Nichts können müssen. Alles lernen und erforschen dürfen. Nichts muß, alles darf.

Dabei spielen auch die Aufdeckung der Geschlechtervorurteile in den eigenen Reihen eine wichtige Rolle. Innere oft noch unbewußte Stimmen, die verhindern, das eigene weibliche Potential zur Entfaltung zu bringen und zu leben.

Sabine Schröder