Biodanza Archetypen Zyklus 1

An diesem Wochenende werden sechs Vivencias getanzt.
Jeder Archetyp wird in zwei Vivencias aufgeteilt.
Am Ende jedes Archetypen gibt es die Möglichkeit sich in der Gruppe auszutauschen.

Wie kann ich etwas von anderen lernen? Wie kann ich Wunder geschehen lassen? Wie kann ich mit meinem verwundeten, einsamen inneren Kind umgehen? Wie schaffe ich es, mich für das einzusetzen, was mir wirklich wichtig ist ohne ständig hart zu sein?

Dieses Wochenende behandelt die ersten drei (von vier) Archetypen, die mit den Entwicklung von unserem ICH zu tun haben. Das ICH ist so etwas wie ein Gefäß für das Leben, es schafft eine Grenze zwischen uns und allem anderen und ist gleichzeitig unser Bindeglied zur Welt. Durch das ICH lernen wir auch, uns in die Welt einzufügen und sie zu ändern, damit unsere Bedürfnisse besser erfüllt werden. Die vier Archetypen – der Unschuldige, der Verwaiste, der Krieger und der Geber – helfen uns bei der Vorbereitung auf unsere Lebensreise. Von Ihnen lernen wir, in der bestehenden Welt zu überleben.

Der Unschuldige

Der Unschuldige ist der Teil von uns, der dem Leben, sich selbst und anderen vertraut. Er glaubt und hofft, auch wenn die Dinge bei oberflächlicher Betrachtung unmöglich erscheinen. Er verkörpert auch den Teil von uns, der so viel Vertrauen in anderen hat, dass er von ihnen etwas lernen kann. Er ist daher für die Aneignung grundlegender Lebens- und Arbeitsfertigkeiten sehr wichtig.
Wir allen beginnen in der Unschuld, im Schoss der Mutter, wo für alles gesorgt ist. Wenn wir Glück haben, lieben und umsorgen unsere Eltern uns. Sie glauben an uns und unser Potential, fördern uns darin, unsere Fähigkeiten und unsere Individualität zu entwickeln, und sorgen für unsere Sicherheit, bis wir alt genug sind, uns um uns selbst zu kümmern.
Kinder, die geliebt und umsorgt wurden, vertrauen darauf, dass die Welt ein sicherer Ort ist und andere ihnen die physische, intellektuelle und emotionale Unterstützung geben, die sie zum Wachsen und Reifen brauchen. Weil sie anderen und sich selbst vertrauen, können sie die zum Leben notwendigen Fähigkeiten lernenund später werden sie das Gelernte weitergeben. Wir allen beginnen in der Unschuld; wir glauben, was Autoritäten uns lehren und achten nicht darauf, ob sie wirklich unser Wohl im Sinn haben. Der Unschuldige in uns vertraut sogar dann, wenn es nicht gerechtfertigt ist. Er glaubt es, wenn die Eltern ihm sagen, er sei hässlich, frech oder faul. Er bekommt in der Schule schlechte Noten und schließt daraus, dass er dumm ist. Er meint, es wäre nicht in Ordnung, etwas zu sein, was andere verurteilen.
Wir beginnen jede neue Aufgabe mit einem gewissen Maß an Unschuld, Offenheit, Optimismus, und freudiger Erregung. Nur im Zustand des Unschuldigen geschehen Wunder. Alle andere Archetypen sind zu sehr damit beschäftigt, dass Ergebnis zu beeinflussen. Nur als Unschuldige ist alles Leiden Illusion. (doppelt erwähnt) In diesem Seminar wirst du deine Unschuld im Tanz begegnen und umarmen damit du die positive Einflüsse der Unschuld auf neuem in dein Leben integrieren kannst.

Der Verwaiste

Der Archetyp der Verwaisten, gibt uns die Möglichkeit uns von einer zu großen Beschützung durch unseren zu lösen. Wir lernen Freundschaften zu schließen, das heißt, daß wir lernen die erste Schritte nach draußen zu machen. Einem Freund kann man seine Verletzlichkeit ohne Furcht zeigen.
Der Archetyp der Verwaisten wird auch durch viele negative Erfahrungen aktiviert, bei denen sich das Kind in uns verlassen, betrogen, schlecht behandelt, vernachlässigt oder enttäuscht fühlt. Auslöser für solche Erlebnisse können Lehrer sein, die uns ungerecht behandelten, Kameraden, die sich über uns lustig machten, Partner die sagten, sie würden uns nie verlassen, es aber taten und Arbeitgeber, die meinten, wir wären unprofessionell. Oder wir erfahren etwas über die Welt: dass die Fernsehwerbung lügt, dass manche Politiker unaufrichtig sind, dass es Ärzte gibt die mittellose Kranke nicht behandeln, dass der Geschäftsmann die Umwelt verschmutzt, um Geld zu verdienen.
Leider leben wir in einer Gesellschaft, die Verletzlichkeit nicht akzeptiert. Es wird von uns erwartet, dass wir ständig guter Dinge sind. Das bedeutet, dass die Meisten von uns ihr verletzliches, allein gelassenes, verwundetes inneres Kind verstecken. Sie haben Angst, dass andere, die ihr verwundetes inneres Kind ebenfalls verstecken, sie verurteilen. Die Folge ist, dass das Kind nicht nur verwundet sondern auch einsam ist. So lange wir den Verwaisten in uns anerkennen, wird er sich von uns und von der Welt nicht im Stich gelassen fühlen, sondern er kann mit all diesem Negativen auf einer gesunde Art umgehen.
Auch Menschen, die auf sehr schmerzhafte Weise zu verwaisten gemacht wurden, stellen fest, dass das Wiedergewinnen von Gesundheit und Vertrauen ein so großes Geschenk ist, das der auslösende Schmerz sich gelohnt hat. Das Verwundet Sein gehört zum Menschsein. Würden wir nicht verletzt, blieben wir in der Unschuld und würden nie reifen, wachsen oder lernen.
An diesem Wochenende wirst du Deinen gesunde Teil dieses Archetypes umarmen.

Der Krieger

Der Krieger kämpft für etwas, das über sein kleines Eigeninteresse hinausgeht, und setzt sich für das ein, was wirklich wichtig ist. Er setzt seine Kraft für das größere gesellschaftliche Wohl ein. Das heißt das man nicht nur sein eigenes Land als zu sich gehörige betrachtet, sondern alle Menschen überall auf der Welt. So gesehen ist der Feind nicht mehr ein Mensch, eine Gruppe oder ein Land, sondern Unwissenheit, Armut, Gier und Engstirnigkeit.
Aber niemand von uns fängt auf diese Stufe an. Zuerst lernen wir auf ganz rudimentäre Weise, uns zu verteidigen und zu bekommen, was wir wollen. Wir lernen unsere Werkzeugen kennen und zielgerichtet einsetzen. Wen wir den Krieger (und später den Helfer) nicht stärker ausbauen, bleiben wir emotional und entwicklungsmässig Kinder. Der innere Unschuldige träumt große Träume. Der Verwaiste erkennt, was die Realisierung dieser Träume behindert. Aber ohne Krieger werden solche Träume selten wahr. Der Krieger nimmt diese Träume und denkt sich einen Plan aus. Er besitzt auch die Disziplin, an ihm festzuhalten oder gegebenenfalls den strategischen Rückzug anzuordnen.
Krieger, bei denen der Unschuldige gut entwickelt ist, gehen nicht in die falle, um für alles Mögliche zu kämpfen. Sie streiten für das, was ihnen wirklich wichtig ist, für ihre höchste Werte und Ideale.
Wenn sie sich mit ihrem inneren Verwaisten angefreundet haben, brauchen sie nicht ständig hart zu sein; sie haben gelernt liebevoll standhaft zu sein.

Die drei Archetypen im Zyklus 1

Archetyp

Ziel Angst Problem Antwort Geschenk

Unschuldige(r)

In Sicherheit bleiben

Verlassen werden Leugnen oder Hilfe suchen Treue, Unterscheidungs- vermögen Vertrauen Optimismus
Verwaiste(r)

Wieder in Sicherheit kommen

Ausbeutung Lässt sich zum Opfer machen Schmerz ganz verarbeiten und spüren Realismus
Krieger(in)

Gewinnen

Schwäche Vernichtet und konfrontiert werden Nur für das kämpfen, was wirklich wichtig ist Mut, Disziplin

Anmeldung

Die Anmeldung muss schriftlich erfolgen.
Bitte hierzu die entsprechenden Anmeldeunterlagen anfordern.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir bitten daher um rechtzeitige Anmeldung.

Seminarvoraussetzungen

Das Seminar hat keine besonderen Voraussetzungen und ist hervorragend für den Einstieg in Selbsterfahrung und Tantra geeignet. Das Seminar ist offen für Frauen, Männer und Paare.