Wachstumsgruppe Paartraining

Mit anderen Paaren weiter wachsen

Ihr habt ein Paartraining durchlaufen und Ihr wisst jetzt was Trigger sind und Ihr habt Selbstheilungswerkzeuge kennengelernt. Ihr seid Euch Eurer Paardynamiken bewusst und habt verschiedene Arten der Sexualität kennen gelernt.

Ihr könnt besser mit Euren Bedürfnissen und mit Eurer Scham umgehen und Ihr habt mehr Kommunikationskompetenz und könnt besser Hürden in Eurer Beziehung nehmen. Ihr habt Euch aktiv mehr Bewusstsein für die Beziehung angeeignet und das verdient eine riesengroße Wertschätzung für Euch.

Fertig sind wir jedoch alle noch nicht. Beziehung ist ein ständiger Spiegel Deines Daseins im Leben. Deshalb bieten wir Euch in der fortlaufenden Wachstumsgruppe für Paare verschiedene Beziehungsthemen an.

MODUL-1  Mi. 27.2. 20:00 bis So. 3.3.2019 14:00 Uhr

Umgang mit Wut und die konstruktive Kraft der Wut

Wut und all ihre großen und kleinen Verwandten sind ein sehr heikles Thema in Beziehungen. Wut darf eigentlich nicht sein in einer Liebesbeziehung und doch ist Wut ein wichtiges menschliches Gefühl. Warum verspürst Du manchmal Wut, obwohl Du ein sehr friedliebender Mensch bist?

Wie gehst Du mit Wut um, wenn sie denn da ist?
Warum sagt mein PartnerIn so furchtbare Dinge, wenn er/sie wütend ist.
Wir bringen in diesem Seminar Klarheit ins Wut Thema und bieten Dir eine Erfahrung an, wie Du mit Wut konstruktiv umgehen kannst. Wut hat wunderbare Qualitäten.

Warum die Regulierung des Nervensystems wo wichtig ist.

Säuglinge werden bei einer Stresssituation von der Mutter oder dem Vater getröstet, im Fachjargon heißt das Wort ‚reguliert‘. Wenn die Mutter, der Vater adäquat reagiert, dann beruhigt sich das Nervensystem des Säuglings bald. Im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte lernen sich Kinder dann selbst zu regulieren. Kinder im Kindergarten können schon einiges an Stress selbst regulieren, aber sie werden immer wieder erwachsene Personen brauchen, um wieder ins nervliche Gleichgewicht kommen zu können.

Je besser ein Mensch gelernt hat sich selbst zu regulieren, umso glücklicher wird er/sie sein Leben leben können. Bei vielen Erwachsenen ist sichtbar, dass sie praktisch alles über sich selbst wissen und verstehen, aber dass sie dennoch nicht glücklich sind, weil sie sich nicht ausreichend selbstregulieren können. Oftmals sind diese Erwachsenen mit Eltern aufgewachsen, die sich selbst nicht gut regulieren konnten und damit ihren Kindern dies auch nicht geben konnten.

Was ist Selbstregulation?

Selbstregulation ist die Fähigkeit,  sich bei Triggern mit emotionaler Ladung selbst zu beruhigen, sich zu erholen und entspannen zu können. Du kannst Impulse fühlen und kontrollieren und wenn nötig zurückstellen. Du kannst mit Frustration umgehen und Ziele zu verfolgen. Du bist in der Lage eine Pause zwischen der Triggersituation und Deiner Reaktion zu machen, um eine bewusste Entscheidung zu treffen.

Wenn Du das kannst, dann erfährst Du mehr Glück in Deinem Leben. Ohne Selbstregulation kann Dein Leben durch Deine Reaktionen sehr anstrengend werden.  Wir zeigen Dir Techniken Deine Selbstregulation zu trainieren und Du wirst  erleben, wie sich eine gelungene Selbstregulation anfühlt.

Was ist Fremdregulation?

Bei der Fremdregulation sind wir darauf angewiesen, dass eine andere Person (meist der Trigger-Auslöser) uns beruhigt. Wir sind nicht in der Lage uns zu stabilisieren und unser Nervensystem zu entspannen.

Im Beziehungssitautionen zeigt sich dies darin, dass wir es schwer aushalten, wenn unser Gegenüber  zurückgezogen oder wütend auf uns ist. Wir brauchen es, dass unser Gegenüber sich beruhigt, sich uns wieder öffnet und sich uns liebevoll zuwendet. Erst dann kann sich unser Nervensystem wieder beruhigen und wir entspannen uns.

In solchen Situationen sind wir darauf angewiesen, dass uns das Gegenüber durch sein Verhalten beruhigt, wie sind daher „fremd-reguliert“. Wenn beide in der Beziehung  sich nur fremdreguliert beruhigen können, dann wird es manchmal sehr schwierig, dass die Beziehung sich wieder stabilisiert und Verbindung, Liebe und Harmonie entstehen kann.

Die Fähigkeit der Selbstregulation ist daher sehr wichtig, um einfach und schnell wieder in einen liebevollen Kontakt mit Dir und Deinem Gegenüber zu kommen.

PräsenzFlow

Mit den von uns entwickelten Strukturen und Übungen zur PräsenzFlow zeigen wir Euch neue Möglichkeiten ganz im Moment zu leben und mit Aktivierungen Deines Nervensystems besser umzugehen und die Selbstregulation zu stärken.

Du erlebst Dich in jedem Moment ganz bewusst  als Teil Deines Lebensflusses und siehst Dich von Außen als Beeobachter Deines Lebens. Zwei Perspektiven auf Dein Leben mit denen Du GestalterIn Deines Lebens wirst.

Welches Bindungsmuster hast Du?

Wenn Du in Deiner Beziehung immer wieder die gleichen unangenehmen Erfahrungen machst, dann hat dies viel mit Deinem Bindungsmuster zu tun, denn die gehören zu den stabilsten Mustern in Deinem Leben.

Dein Bindungsmuster, egal ob es sicher, unsicher vermeidend, unsicher ambivalent, desorganisiert, traumatisiert ist, prägt Deine Erwartungen und Vorstellungen, wie Beziehung geht.

Wir vermitteln Dir mehr Einsicht über Deine Bindungsmuster und danach kannst Du bewusster alte Muster erkennen und flexibel verändern, sodass sie adäquat zur heutigen Beziehung passen.

Sichere Bindung

Bei einer sicheren Bindung hat man das Grundgefühl, dass alles gut gehen wird und dass man verbunden ist. Man kann sich entspannen, wenn man in Kontakt mit einem Menschen ist und wenn man alleine ist. Konflikte werden als Teil des Lebens erfahren. Durch ihre intakte Selbstregulation können diese Menschen auch besser mit Stress umgehen.
Menschen, die ein sicheres Bindungsmuster haben, sind spielerisch, lachen viel und sind mit einem Partner zusammen, weil sie sich lieben und nicht weil sie Angst vor dem Alleinsein haben.

Unsichere vermeidende Bindung

Menschen, die ein unsicheres, vermeidendes Bindungsmuster erlernt haben, wirken oftmals abweisend in der Partnerschaft. Sie haben ein starkes Autonomiebedürfnis und können nur schwer um Unterstützung bitten oder sich verletzlich zeigen. Dadurch fühlen sich ihre Partner oftmals einsam.

Mit einem unsicheren, vermeidenden Bindungsmuster vermeidet man die emotionalen Seiten des Lebens und ist eher auf den Verstand orientiert. Diese Menschen haben sich aus ihrer Not heraus diese Überlebensstrategie angeeignet. Sie haben gelernt, dass das Innenleben nicht wichtig ist und haben dadurch wenige Erinnerungen an ihre Kindheit.
Diese Menschen fühlen sich mit anderen Menschen nicht stark verbunden. Sie regulieren sich selbst in ihrer Höhle, wenn sie Stress haben. Dementsprechend stellen sie wenige Forderungen an ihre Partner und kritisieren ihre Partner kaum.

Unsichere ambivalente Bindung

Menschen mit diesem Bindungsmuster sind mit ihrer Aufmerksamkeit meist bei anderen Personen und nicht bei sich selbst. Diese Menschen haben ständig das Gefühl zu wenig zu bekommen und sind daher eher fordernd und nörgeln an ihren Partner herum. Wenn diese Person auf einen Menschen trifft, der ein unsicheres, vermeidendes Bindungsmuster hat, dann kommen beide in die Probleme. Der eine möchte immer mehr Kontakt und der andere möchte nicht zu viel Kontakt.

Alleinsein oder der Rückzug des Partners kann großen emotionalen Stress auslösen, den Menschen jedoch nicht sehr gut selbst regulieren können. Da sie viele Emotionen wahrnehmen, fühlen, neigen sie auch zu Überreaktionen und zu Dramen.

Desorganisierte Bindung

Diese Bindungsmuster entstehen beim Kind, wenn die Hauptbezugsperson sowohl Liebe und Schutz gab, als auch viel Furcht ausgelöst hat. Wenn diese Kinder erwachsen sind, dann ist Intimität und Nähe immer noch an großer Angst gekoppelt. Dieser Mensch möchte sehnt sich sehr nach Nähe, kann sie jedoch nicht gänzlich zulassen und lebt somit in einem ständigen Dilemma und in Not. Eine Beziehung mit einem desorganisierten Bindungsmuster ist häufig geprägt von Dramen.

Traumatische Bindung

Wenn eine Bindung unter traumatischen Umständen entsteht, wie zum Beispiel in Mißbrauchssituationen, dann sind diese Menschen über das Trauma verbunden. Sie fühlen sich dann endlich von jemand verstanden, der ebenfalls so ein Trauma erlebt hat.

In dieser Beziehung, wie in jeder anderen auch, braucht es ein sehr starkes Reflektieren über die traumatische Verbindung, die man oftmals idealisiert. Wird nicht darüber reflektiert und emotional damit gearbeitet, dann kehrt sich die Beziehung, eben wegen der Verbindung über ein Trauma gegen beide Partner. Die Liebe verändert sich dann in den Kriegsschauplatz.

 

Als Belohnung gibt es sinnliche, liebevolle Begegnungen

Uns ist es wichtig, dass wir uns in jedem Wachstumsseminar Zeit für die körperliche, sinnliche, lustvolle und spielerische Paarbegegnung nehmen. Sinnliche Herzbegegnungen und eine fließende Sexualität sind unsere stärksten Kraftquellen.

Wir laden Dich ein „bewusster zu leben und zu lieben“.