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Michael Michael aus dem Saarland schrieb am 23. März 2014 um 9:36
Mich auf elementarster Ebene nicht willkommen fühlen, aktiv immer wieder zu spüren, daß ich keine Lebensberechtigungs“karte“ habe, ist mein Thema soweit ich zurückdenken kann. Das geht nicht selten bis zur Empfindung, in einer Art KZ- nur noch zu überleben, allen Schikanen und Willkürnissen der Wächter ausgeliefert. (Durch eine körperliche Erkrankung, mcs vor 23 Jahren bekam das immer wieder eine zusätzliche, erschreckende Realität.) Und so erregte das Thema des KR1 Seminars „Willkommen sein“ schon letztes Jahr meine Aufmerksamkeit und wurde immer mehr zum Magneten. Es ist mein viertes Seminar bei Bewusster-Leben-und-Lieben und ich stelle immer wieder fest, dass sich Heilung nicht oder kaum über Reden ereignet. Viele Therapien geben vor, auch auf der Spürebene zu arbeiten. Ich habe in über dreißig Therapiejahren die Erfahrung machen müssen, dass da dann doch zu 95% geredet wird, selbst bei Gestalttherapeuten und körperorientierten Psychotherapien. Natürlich liegt es auch an mir, wenn zu viel geredet wird in einer Sitzung. Aber da bin ich (hoffentlich) auf einem guten Weg. Das Lebenswerk des Traumatherapeuten Peter Levine heißt „Sprache ohne Worte“. Ich habe immer wieder nach einer solchen „Sprache“ gesucht. Das was ich an Traumata in der Schwangerschaft, der katastrophalen Geburt und den ersten Lebensjahren (ich war viel zu oft ins Krankenhaus abgeschoben und isoliert, weil meine Mutter sich überfordert fühlte oder selber krank war) erlebte, ist mit Sprache nicht zu erfassen, weil es ja vor dem Spracherwerb liegt. Es ist damit nicht einmal wirklich klar „denk“-bar. Und so ist es äußerst schwierig, mir das bewusst zu machen. Oft bleibt mir nur eine Art Annäherung in Bildern, die dann ziemlich drastisch sein können. Das Seminar „Willkommen Sein“ enthält immer wieder Teile, in denen nur sehr sparsam oder auch gar nicht mehr geredet wird, ohne dass da ein Verbot im Raum stünde. Und wenn ich mit meinem kritischen Verstand das, was da passiert analysieren und bewerten würde (was ich immer weniger mache), dann blieben Fragen wie: kann das denn wirklich wirken, also in die erlebte Tages-wirk-lichkeit eingreifen, diese Tageswirklichkeit in Bewegung bringen, verändern. Möglichst auch für länger als drei Tage? Sie kann es offensichtlich. Bei mir sind es eher kleine Schritte, und es gibt auch ein Verblassen von Erlebtem aber etwas scheint zu bleiben. Und das wird mehr und mehr. Etwas, das meinen Alltag und mein Alltagserleben berührt. Es scheint tatsächlich so etwas wie Entwicklung zu geben – für mich beinahe unfassbar! Ich bin fast 60 Jahre und habe es bisher nicht so erleben können. Die „Versprechen“ der verschiedenen Therapierichtungen gingen bei mir einfach nicht auf, egal wie sehr ich mich engagierte und öffnete. Auf dem Hintergrund ist es vielleicht verständlich, dass mich Prabhugeets Geschichte sehr berührte, sogar etwas erschütterte. Ich fand mich da auch ein Stück wieder, wenn auch auf meine eigene Art. Ich bin dankbar, dass Du dabei warst und ein Stück von Dir gezeigt hast. Ich wünschte, ich könnte mich so bewegend authentisch zeigen, wie Du das gemacht hast. Eine Aufgabe habe ich mitgenommen. Ich muß noch deutlich mehr auf mich achten, wenn es mir zu viel wird. Zu viele Übungen, oder ein zu langer Tag, oder zu viel Düfte, die mich schon noch sehr angreifen. Da habe ich eindeutig zu wenig auf meine Grenzen geachtet, bzw. nicht gehandelt!. – Wir werden ja ermutigt, für uns zu sorgen ggf. auch eine Auszeit zu nehmen. Nur muss ich es dann auch wirklich tun. Ich möchte allen Teilnehmern, dem ganzen Team und auch dem Institut bewusster-leben-und-lieben danken, dass ihr diese Arbeit macht – und sie mit „Herzblut“ macht. Das ist immer wieder zu spüren. – Danke!
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