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Barbara Barbara aus Fulda schrieb am 11. November 2015 um 7:32
Ins Leben sterben mit Hanne und Birgit im November 2015 Aufgrund meiner beiden schweren und unheilbaren Erkrankungen habe ich mich für dieses Seminar entschieden. Ich hoffte, andere schwer erkrankte Menschen, die vielleicht sogar unmittelbar mit dem eigenen Tod konfrontiert sind, zu treffen. Dieser Wunsch wurde mir vom Universum (leider) nicht erfüllt. Und dennoch waren die drei Tage für mich sehr wichtig. Momentan fühlt ich mich wie ein zweites Mal geboren. Ich überlege ernsthaft, einen zweiten Geburtstag im Jahr für mich einzuführen... Beginn des Seminars war für mich meine konkrete Hinwendung zu einem frei gewählten Tod. Denn der Tod stellt bei den Symptomen meiner chronischen Erkrankungen eine wirkliche Erlösung für mich dar. "Ich will sterben" - endlich habe ich diesem Wunsch in mir mal Ausdruck verschafft. Durch die Übungen, die mich alles Loslassen ließen, was mir im Leben wichtig ist, habe ich mich immer freier gefühlt. Keine Verpflichtungen, keine vermeintlichen Erwartungen anderer Menschen, keine Glaubenssätze, nicht mal Erinnerungen hatte ich noch, nur noch einen Körper. Und auch den durfte ich gefühlt loslassen als ich meine selbstgeschriebene Grabrede hörte. Ich fühlte mich so wohl in meinem Tod! Endlich Ruhe und innerer Frieden - herrlich! Gerade dieses mein allumfassendes Zulassen allen Loslassens öffnete in mir einen Raum, in dem ein Weiterleben für mich tatsächlich möglich wird. Einerseits unterstützen mich dabei meine Wünsche, die ich in meinem letzten zu lebenden Jahr bzw. Tag auf dieser Erde mir gerne erfüllen möchte. Andererseits unterstützt mich dabei mein erstmaliges Annehmen der tief empfundenen Hilflosigkeit, Ohnmacht, Ungerechtigkeit, Wut und Angst - alles Emotionen, die ich während des Seminars spürte. Wie auch zu Hause, wenn die Symtpome spürbar einschränkend sind. Ich wollte diese intensiven negativen Gefühle nicht spüren, und dazu eben auch nicht in meinem Körper sein. Ich danke dir, Birgit, und Dir, Hanne für Eure Begleitung! Nur durch Euch habe ich den Mut gefunden, mich endlich meinen Emotionen zu stellen, den Widerstand gegen das Fühlen aufzugeben. Sterben empfinde ich zwar auch jetzt noch als eine Erlösung - aber ich betrachte diese Möglichkeit eher als eine zukünftige Ahnung oder als eine vergangene Erinnerung, nicht mehr als konkrete Lösung in der Gegenwart. Außerdem verbringe ich die Zeit bis zu meinem natürlichen Tod ganz arg gerne noch mit VIEL Wohlfühlen und mich-richtig-Fühlen. Und wenn die Symptome mal wieder besonders stark sind, will ich mich auch in dieser Situation RICHTIG fühlen. Denn ich habe erfahren, dass ich, während ich mich richtig fühle, nicht sterben will. Sondern JETZT leben. Es ist wie es ist - JETZT und JETZT und JETZT. Ich umarme Euch von Herzen! Barbara
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