Gästebuch
9.-10.11.2019 Frauen-Yonimassageseminar mit Vanessa und Pamela
Welch eine Achterbahn der Gefühle! Ein tiefer Heilungsprozess wurde angestoßen. Dazu habe ich gestern meinen Töchtern folgende E-Mail geschrieben, die den Kurs für mich nicht besser beschreiben könnte. Deshalb teile ich ihn hier mit Euch:
Meine Töchter,
ich möchte Euch heute per E-Mail von meinen Erfahrungen und Erlebnissen vom Wochenende berichten, weil ich weiß, dass es Euch zu peinlich ist, mit mir darüber zu sprechen.
Eine von Euch hat vor Jahren mal gesagt, als ich anbot, dass Ihr mich alles fragen könnt, was Ihr so unter Frauen wissen wollt, dass es ja das Internet gäbe. Dort gibt es aber auch so viel Verqueres und schlimme Bilder gleich mit dazu, dass man als junger Mensch (und auch als älterer) ganz schön verunsichert werden kann und völlig falsche Bilder und Vorstellungen, wie etwas sein muss, in den Kopf bekommt. Richtig ist: Es muss so sein, wie es sich für Euch ganz persönlich gut anfühlt!
Es war ein Frauenmassageseminar einschließlich der Yoni, also auch Scheide und Vagina wurden mit Berührungen erforscht. Eine Frau berührte und die andere spürte hin. Wir waren dabei sehr kommunikativ und sagten genau, was wir mit den Händen spüren oder an der Stelle der Yoni gerade wahrnehmen. Es war eine Reise unter Frauen, die sich dabei halfen, Ihren eigenen Körper besser kennenzulernen und auch alte intim-psychische Verletzungen, die sich in der Yoni speichern, durch sanfte Berührung zu befreien (fast wie osteopathisch). Die meisten waren in festen Beziehungen und wollten nun (endlich) zu mehr Erfüllung und Lust in ihrem Sexualleben gelangen oder hatten schlimmes erlebt und wollen sich von alten Blockaden befreien. Immer, wenn man sich übergeht, den Partner nicht enttäuschen will oder ähnliches, fügt man sich selbst eine Verletzung zu. Auch ich habe mit 23-27 Jahren schlimmes erlebt und mich von diesem Typ damals sehr benutzen lassen.
Bei der jeweiligen Massage ging es mir gut, ich war sehr motiviert, für mich Heilung und neue Wege zu erforschen. Danach bin ich in ein Tief gefallen. Wenn alte Verletzungen ans Licht kommen, kann das erst mal sehr schwer sein und ich wollte eigentlich nur fliehen, war sehr verwirrt, habe viel geweint und wurde von den anderen liebevoll motiviert zu bleiben. Habe dabei noch einige andere Schicksale und Motivationen, zu diesem Seminar zu kommen, zu hören bekommen, die mich sehr berührt haben. Alles ganz unterschiedlichste, tolle Frauen, die die Verantwortung für sich selbst übernommen haben.
Das schreibe ich Euch, damit Ihr schon früh wisst, dass es so etwas gibt und wie wichtig es ist, gut hinzuspüren, was Ihr in der Sexualität wollt und was nicht. Gut zu wissen, dass Ihr immer die Wahl habt, Eure Meinung zu ändern und Nein zu sagen. Dass es ganz wichtig ist, Euch selbst zu kennen. Jede Frau ist anders, sogar körperlich. Wie soll ein Partner da wissen, was Euch gut tut und was nicht, wenn Ihr es nicht kommuniziert oder vielleicht selbst nicht wisst!? Sprechen, in die Augen schauen, Langsamkeit – das sind drei ganz wichtige Faktoren in der Sexualität. Im Vortrag habe ich gelernt, dass die Vagina der Frau ganz wenig Rezeptoren an der Oberfläche der Schleimhaut hat und eigentlich nur bei Druck in die seitlichen Wände etwas empfindet. Deshalb ist der „normale“ Geschlechtsverkehr mit einem Mann oft nicht so erfüllend, wie man es sich vorstellt und wie es in den Medien dargestellt wird. Es gibt eine G-Fläche und eine A-Fläche die sehr viel Genuss empfinden kann… Jede Frau ist da ganz anders und kann bei sich selbst erforschen, wie es sich wo anfühlt und damit erst die Yoni (Vagina) zu Leben erwecken. Und vor allem braucht es ganz viel Zeit und Zuwendung, damit wir Frauen überhaupt erst ins Spüren kommen und uns öffnen können.
Eine Teilnehmerin sagte am Schluss: „Warum wird das nicht schon in den Schulen gelernt!? Es könnte so viel Leid und Verwirrung vermieden werden. Warum muss erst so viel schlimmes geschehen, bevor manche Frauen es in solch ein Seminar schaffen, um sich davon wieder zu befreien? Sie sei so dankbar, diesen Weg relativ früh gefunden zu haben und sich so zu befreien. Und falls sie einmal Kinder haben dürfe, auch diesen einiges ersparen könne, dadurch dass sie sich davor schon von Blockaden und Verletzungen befreit habe.“ Denn häufig geben wir unsere alten Themen von Generation zu Generation weiter, von Großmutter zu Mutter zu Tochter. Ich habe schon viel an alten Themen gearbeitet und die Botschaft erhalten, von alten Themen der Ahninnen frei zu sein und auch meine Töchter seien frei! Und damit das so bleibt und Ihr immer stärker werdet, schreibe ich heute diese Mail.
Gerne könnt Ihr mich direkt ansprechen, wenn Ihr etwas wissen wollt (meine Meinung oder mein Wissen, meine Erfahrung wissen wollt). Ihr könnt mir auch schreiben, wenn es Euch leichter fällt und seid absolut sicher, dass ich diese Mail dann ganz geheim halte und auch Papa sie niemals lesen wird!
Ich finde Euch so toll! Jede Frau ist anders und auf ihre Weise wundervoll!
Ich bin immer für Euch da!
Eure Mama
A Hey!
