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Judith Judith aus bei Regensburg schrieb am 19. Januar 2007 um 10:35
Warum schreibe ich das? Um anderen Mut zu machen, sich auf die Selbsterfahrung einzulassen. Aber es ist vor allem ein Versuch, Dir, mein Schatz, meine Liebe zu zeigen. Nun sind fast 7 Jahre vergangen, als wir uns am 08.02.2000 das erste Mal begegnet sind. Wir waren uns auf Anhieb sympathisch. Du hast Dich verliebt, ich dachte damals, es wäre Liebe, aber es war Verzweiflung. Es war angenehm, dass Du da warst. Meine Schmerzen waren so erträglicher. Du warst Dir Deiner Liebe zu mir immer sicher. Ich befand mich auf der Suche, aber auf der Suche nach was? Ich war innerlich unzufrieden, immer wenn ich dachte, jetzt hab ich es gefunden, musste ich feststellen, es war nur ein kurzer Moment des Glücks, es war keine Erfüllung. Dann suchte ich das Glück in der Veränderung von Dir, Du sollst dies und jenes machen, dann erst kann es mir besser gehen. Ich wusste nicht, was ich dir vorhalten soll, eigentlich hast Du ja alles richtig gemacht und doch war alles falsch, egal was Du getan hast. Ich war ekelhaft, unausstehlich. Deine andauernde Liebe hat mich fast erstickt, ich konnte sie nicht annehmen. Verzweiflung machte sich in mir breit, warum bin ich so ein Unmensch, so egoistisch und undankbar? Die Suche nach innerer Zufriedenheit machte mich fast verrückt, die Frage „Nach was suche ich?“ bestimmte unseren Alltag. So haben wir viele Tiefen erlebt, Du hast immer gekämpft, hast immer fest daran geglaubt, dass es einen Weg für uns beide gibt. Ich muss dich dafür bewundern. All die Jahre, Du warst auch verzweifelt, aber immer wieder bist Du aufgestanden, Tag für Tag. Ich fragte mich, warum kämpfst Du um mich? Du musst blöd sein, ja verrückt! Immer wieder konnte ich es nicht fassen, lernte dich dafür zu hassen. Den Fehler suchte ich in Dir. Wie bekomme ich Dich los? Was muss ich Dir antun, damit du es endlich kapierst. Warum liebst Du mich? Mit Dir muss doch was nicht stimmen! Viele einschneidende Erlebnisse hast Du mit mir durchgestanden. Ich wurde schwanger, die Scheidung von meinem ersten Mann, Du wolltest mich heiraten, mir war es egal. Jeden Tag wollte ich lieber sterben als aufzustehen. Das Leben lebte mich, nicht ich das Leben. Ich war verzweifelt und konnte kein Glück empfinden. Unser Sohn wurde geboren. Ein Geschenk Gottes? Auch das habe ich als weitere Last empfunden und musste erst lernen, ihn zu lieben. Gemeinsam haben wir ein Haus gebaut, unser Zuhause. Das Glück war immer nur von kurzer Dauer. Immer wieder musste ich erkennen, all das was mich glücklich machen sollte, gibt mir keine tiefe Erfüllung. Die Verzweiflung hat mich immer wieder eingeholt, jedes Mal erneut auf der Suche nach innerer Zufriedenheit. Aber wie? Du hast weiter gekämpft und gekämpft, jeden Tag. Ich hab Dir weh getan, Dich nicht geachtet. Dachte mir immer, wer mich lieben kann, der muss verrückt sein. Irgendwie ging es wieder weiter, ich bekam dich nicht los. Um dies auszuhalten setzte ich mir ein Ziel, 10 Jahre durchhalten. So bekam die Ewigkeit ein Ende, mir ging es etwas besser und konnte damit leben. Redete mir ein, Du bist selber schuld Wenn Du Dir ein Leben mit mir antust. Du versuchtest immer wieder eine Brücke zu bauen. Hast nicht daran gezweifelt, immer gehofft, dass es einen Weg für uns gibt. Ich war der festen Überzeugung, ich bin das nicht wert. Immer wieder wollte ich Dich aus meinem Leben verjagen, es steckt soviel Liebe in Dir, gib sie einer anderen, aber doch nicht mir! In den letzten Jahren habe ich viel an mir gearbeitet. Mit Familienaufstellung, Traumdeutung usw. konnte ich viele Verletzungen auflösen. Doch immer fand ich mich noch nicht liebenswert und konnte Dir keine Liebe geben. Eines Tages kamen wir mit Tantra in Berührung. Es hat uns beide von Anfang an verzaubert. Ich wollte mich weiterentwickeln und habe die Seminare bei Peter entdeckt. Du warst begeistert von den angebotenen Paarkursen. Warum einen Paarkurs, wo doch unsere Beziehung eh keine Chance hat, dachte ich mir. Ich machte Dir sogar den Vorschlag, mit einer anderen hinzugehen, verlieb Dich endlich, aber hör auf, Deine Zeit zu verschwenden. Deine Antwort war: “Ich bin bereits verliebt.“ Alles, was ich für Dich empfinden konnte, war Freundschaft, auch Mitleid. Aus schlechtem Gewissen und dem Gefühl, Dir das schuldig zu sein, ließ ich mich auf das Abenteuer ein. Wir besuchten unser erstes Seminar bei Peter. Das erste Mal spürte ich so etwas wie Dankbarkeit, sah Dich in einem anderen Licht. Wir haben geweint und gelacht. Erstmals hatte ich Achtung davor, was Du die letzten Jahre gemacht hast. Vieles wurde aufgewühlt, vieles in Frage gestellt. Aber immer war mir noch nicht klar: Warum gibst Du mir die Liebe und ich empfinde sie nicht? Ich hab versucht, Deine Liebe anzunehmen. Manchmal gelang mir das und darüber war ich schon froh. Bei dir hat es die Hoffnung neu entfacht. Jetzt spürte ich aber auch mehr denn je, es muss endlich etwas geschehen. Keine Ahnung wie, aber die Entscheidung ist längst fällig. Den Weg gemeinsam oder jeder für sich gehen? Der zweite Kurs bei Peter nahte. So sah ich das Wochenende im November als unser Wochenende der Entscheidung an. Ich hatte nicht mal gehofft, dass es einen gemeinsamen Weg für uns zwei gibt. Ganz im Gegenteil. Mit der inneren Überzeugung, dass sich unsere Wege trennen, suchte ich in Peter eine Hilfe, Dir das zu vermitteln. Doch wie so oft kam es anders. Peter fing an das große Rätsel zu lösen. Liebevoll und achtsam hat er in mein Herz geschaut, meine Mauern erkannt und begann daran zu rütteln. Nie hätte ich gedacht, was da in mir begraben ist, so vieles unterdrückt und zugedeckelt. Mein inneres Geheimnis wurde gelüftet, an die Oberfläche gebracht. Die Tränen haben so gut getan Peter. Das Wochenende wurde nicht das Wochenende der Entscheidung, sondern das Wochenende der Heilung, meiner Heilung. Meine Verletzungen wurden ausgebuddelt, angeschaut, daran gearbeitet und die Last über Bord geworfen. Und dann begann für mich das Wunder. Ich fühlte mich liebenswert und war das erste mal seit Jahren in der Lage, ehrliche Liebe zu empfinden und weiterzugeben. Es war Heilung von meinem Kopf und meinem Herz. Darüber bin ich überglücklich. Dafür einen Ausdruck zu finden gelingt mir (noch) nicht. Es war Heilung für unsere Beziehung, für unsere Partnerschaft. Es war der Beginn unserer gegenseitigen Liebe. Schatz, ich konnte Deine Liebe nicht nur ertragen, sondern sehnte mich plötzlich danach. Immer noch stehe ich am Anfang, genieße jeden Tag, mit dem Gefühl voller Liebe aufzuwachen, Deine Nähe zu spüren, Dich zu vermissen, wenn wir uns nur kurz nicht sehen. Ich genieße die Schmerzen, bei dem Gedanken, ich könnte Dich verlieren, und bin aus tiefstem Herzen dankbar, Deine und meine Liebe zu fühlen. Ich bin so stolz auf Dich, Du bist das Beste, was mir je begegnet ist. Heute habe ich das Gefühl, die Suche hat ein Ende, mein und unser Leben hat begonnen. Und doch gibt es noch so viel zu entdecken. Mit Dir, voller Freude und Glück und ausgefüllt mit dieser Liebe. Ich denke, Peter war es nicht klar, aber er war der Schlüssel zu unserem Glück. Aus tiefstem Herzen, Danke Peter, Namasté. Auch den anderen Teilnehmern vielen Dank, jeder von Euch hat dazu beigetragen, dass dieses Wochenende so wundervoll war. Eure Tränen, Euer Lachen, das Funkeln in Euren Augen, Eure Worte… Aber nun zu Dir mein Schatz: Du hast soviel mit mir durchgestanden, hast jahrelang gekämpft, ich kann immer noch nicht begreifen, woher Du diese Hoffnung, diesen Mut und diese Kraft genommen hast. Heute weiß ich, dass meine Gefühle echt sind. Aus tiefstem Herzen sage ich Dir: ICH LIEBE DICH
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