Gästebuch
Ich muss einfach noch einmal schreiben.
Diese Zeilen gehen an alle die, die uns auf den beiden Seminaren begleitet haben als Dank, den Teilnehmern und besonders Sabine und Peter, vor allem aber an meine Frau Johanna.
Liebe Johanna
Ich bin ganz von den Socken,
In den 30 Jahren unserer Ehe hat sich ganz unbemerkt oder doch bemerkbar der Alltag eingestellt. Wir haben in den Jahren sehr viel Schönes und nicht ganz so Schönes erlebt miteinander durchgestanden, wir haben uns geliebt gehasst gestritten vergnügt, Krankheiten gemeinsam überstanden, drei wunderbare Kinder großgezogen, ein Haus gebaut, es war lustig und langweilig eben alles, was das Leben so bringt.
Die großen Schicksalschläge sind uns Gott sei gedankt erspart geblieben.
Man lernt sich im Laufe der Zeit kennen, man weiß alles von seinem Partner, was er liebt, was er gar nicht mag, man braucht sich nur anzuschauen und schon weiß man, was los ist. Das nenne ich mal Alltag.
Doch irgendwie hat da etwas nicht mehr gepasst. Nur was? Ich wollte mehr, aber was, mir hat, was gefehlt aber was. Bestimmte Verhaltensweisen haben sich eingeschliffen, sie erfüllten jedoch zunehmend nicht mehr die Wünsche, die ich hatte, wir haben miteinander geredet viel geredet über alles aber immer weniger über uns, wir kennen uns ja, wir wussten ja, was der andere Will oder nicht will.
Wussten wir das wirklich?
Mir fehlten deine Berührungen, die immer weniger wurden. War es das?
Auf meiner Suche nach, ja nach was, ich wusste es selbst nicht. Bis ich mit Tantra in Berührung kam, ja in Berührung im wahrsten sinne des Wortes. Da hatte ich schon eine Ahnung, in welche Richtung es gehen könnte. Dann kam mein erstes Seminar. Du wusstest davon und hast mich auch dazu ermutigt,
„Liebevolle Berührung und Grenzen“
du wusstest aber nicht wie weit diese Berührungen gehen.
Nach dem Seminar brach für uns eine andere Zeit an.
Ich weiß noch, wie ich zu dir sagte „Johanna ich erzähle dir alles, alles, was geschehen ist, bitte frage vorerst nicht, es wird ein paar Tage in Anspruch nehmen.“ Wir haben viele Tage lang miteinander gesprochen, es hat auch Tränen gegeben. Wir haben seit sehr, sehr langer Zeit auch wieder über uns gesprochen, sehr intensiv über uns und unsere Gefühle.
Da kam von dir die Entscheidung auch ein Seminar mitzumachen. Ich hatte es noch nicht begriffen, warst du schon weg.
“Reise zur eigenen Wahrheit”
Nur drei Wochen nach mir warst du auf dem Seminar.
Ich kann dir sagen, was an diesem Wochenende mir alles durch den Kopf ging, als du weg warst, die reinste Achterbahn.
Aber als du am Sonntag Nachmittag wieder vor mir gestanden bist, mit einen Lächeln im Gesicht, dass ich so wer weiß wie lange schon nicht mehr gesehen habe.
Im Chat wurde ich gefragt, wie es mir geht, ob ich noch schwebe. Habe ich geantwortet, „ja schon wieder“. Auf die Frage wieso, habe ich geantwortet, „weil meine Frau auch auf einem Seminar war“. Wie hat es ihr gefallen, Antwort
„Sie sitzt jetzt neben mir auf der Wolke“.
Ich stellte fest, dass ich dich noch immer nicht kenne, dass ich vieles vermutete vieles annahm. Ich musste, nein durfte feststellen, dass wir viel mehr Gemeinsames haben, als wir annahmen.
Ich weiß liebe Johanna wir stehen erst am Anfang unseres gemeinsamen Weges, aber ich weiß es wird wunderbar mit dir zusammen sein und ich freue mich jetzt schon auf die nächsten 30 Jahre mit dir. Es werden auch Steine im Weg liegen, aber gemeinsam werden wir jeden noch so Großen beiseite schaffen. Dieser Weg wird noch viel schöner und Liebevoller mit dir. Ich Liebe dich, ich Liebe dich so, wie du bist und nicht wie ich es annehme.
Namaste
Dieter
Ps.: Ich komme mir vor wie ein Flaschengeist der 1 000 (30)Jahre eingesperrt war, und Peter hat mit geholfen diesen Korken raus zu ziehen. Befreit von der Enge wachsen meine Gefühle Gedanken zu einen Riesigen Dschinn. Das was ich hier schreibe entspricht vielleicht den kleinen Zeh. Wie ich ja schon geschrieben habe, es Wurlt immer noch bei mir, zwischen den alltägigen Notwendigkeiten.
Ich habe dazu etwas auch im Forum geschrieben.
