Gästebuch
Ein herzliches Hallo an Alle,
ein wundervolles und emotionsstarkes Wochenende ging gestern für mich im "Knaubenhof" zu Ende. Heilung für das verletzte, innere Kind: Ein Thema dem ich mich lange nicht stellen wollte, welches mein Leben aber stark beeinflusste und wie ich heute weiß, mich daran hinderte ein erfülltes und glückliches Leben zu genießen. Ich wusste vorher, es gibt für mich fast die ganze Bandbreite an Gefühlen zu erfahren und zu leben. Von Liebe, Freude, Angst, Wut und Trauer bis zu Zuwendung, Geborgenheit, Sicherheit und liebevoller Annahme. Ich weiß aber auch, dass ich mich im geschützten Rahmen dieser Seminare sicher und gehalten fühle kann und genau deshalb habe ich den Mut mich so zuzeigen und zu leben wie ich bin. Ich holte mein "Kind" dort ab, wo es verletzt wurde und sich noch heute unbewusst unangemessen "kindlich" verhält. Nur so kann ich über Annahme und Erkenntnis ein Muster auflösen und die Energie transformieren und für ein erfüllteres Leben einsetzen.
Als erwachsene Frau erkenne ich mehr und mehr meine eigene Verantwortung und gestatte mir endlich den manchmal nicht leichten aber wertvollen Prozess des Loslassens.
Es viel mir auch nicht leicht bestimmte Teile in mir anzunehmen. Da gibt es ein kleines braunes Stofftier das zu mir „gefunden“ hat. Brrr, wie grässlich fand ich es anfangs. Alle anderen Stofftiere fand ich schön und liebenswert, nur meins nicht.
Recht schnell wurde mir bewusst, dass es ein Teil meiner selbst war, den ich da ablehnte. Durch Übungen und Meditation betrachtete ich "ihn" später aus einem anderen Fokus. Anfänglich sah ich den (die) Bockige und Zickige, dann kam der (die) Unangepasste dazu. Der (die) raufende und tobende ergänzte die ersten Teile. Da war auch noch ein Gefühl von animalischer Wildheit, sich gehen lassen und ausleben, sich der einengenden Grenzen bewusst werden und sie auflösen.
Und nicht zuletzt war da der (die) sich öffnende, Vertrauen schenkende und sich nach Schutz, Geborgenheit und Zärtlichkeit Sehnende. Plötzlich war "er" in seiner Art liebenswürdig, weil absolut individuell.
Kann es sein, dass ich auch "hässliche" Seiten in mir sehen und annehmen sollte 😉 ganz sicher doch.
Und als ich "ihn", also MICH endlich annehmen konnte, sah ich meine verletzte Seele, meine Eigenart, meine ureigenste Wesensart. Meine Individualität und genau die macht mich zu dem was ich bin. Einem Menschen mit Ecken und Kanten, liebenswert, wertvoll (Heilsatz und Herzenswunsch, danke), hingebungsvoll, verstehend, und einfühlend, aber auch ungeliebt, streitbar, und unvollkommen.
All DAS hielt ich in meinen Händen.
Dieses kleine geliebte Stofftier ziert heut meine Wohnung und darf mit in mein Heiligtum, mein Schlafzimmer 🙂
Was habe ich bisher alles nicht gelebt? Unangepasstheit, schwimmen gegen den Strom, endlich frei leben, wirkliche Lebendigkeit und Wildheit. Raus aus dem Mainstream. Unsicherheiten annehmen, Urvertrauen und Glauben. Meine Grenzen erkennen und setzen, laut nein sagen, aber auch meine Bedürftigkeit zeigen und sie beim Namen nennen und darum zu bitten, mir meine Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen.
Ich möchte ihn weiter gehen, den Weg der Bewusstheit und Selbsterkenntnis, so dass mein inneres Kind keine hohen Mauern aus Steinen und stachligen Heckerosen als Schutzschild mehr braucht, sondern sich in seiner Verletzlichkeit zeigen darf.
Ich erlebte völlig unbeschwerte Momente wie in meiner ganzen Kindheit nicht. Raufen und toben, streicheln und umarmen, lachen und verspielt sein. Mich zeigen wie ich bin.
Da war auch die unangepasste, bockige und wütende Kleine, die sich zurücknehmende und sich zurückziehende.
Alles hat seine Daseinsberechtigung.
Durch Berührung und Nichtberührung hab ich die größten und tiefsten Verletzungen in meinem Leben erfahren und genau mit dem selben "Mittel" geh ich den Weg der Heilung.
Gefühle und Tränen zeigen, wurde mir als Kind verwehrt und ich beginne jetzt als reife Frau mir meine Gefühle zurück zu erobern und sie als unendlich wertvoll zu betrachten und heilsam zu spüren.
Da muss ich doch glatt aufpassen, dass ich den Suchtcharakter von Selbsterfahrungsseminaren mit Peter nicht unterschätze 😉
Ich fühle mich total erfüllt und glücklich, wenn ich auch weiß, nichts ist so veränderlich wie Gefühle, bin ich doch unheimlich dankbar für die vielen schönen Begegnungen, Berührungen, Eindrücke, Worte, Erfahrungen und Erkenntnisse.
Sie alle bereichern mein Leben und erfüllen mich mit tiefer
Dankbarkeit.
Zwei Menschen möchte ich sagen, dass sie für mich was ganz Besonderes sind. Einer sagte ich es ins Ohr 😉 und einer weiß es, fühlt es, ganz sicher
Allen ein Danke für die schöne Zeit.
Ich bin froh, dass es euch gibt, Peter und Eva. Euch und eure Seminare. Seit liebevoll umarmt.
Herzliche Grüße aus Dresden
Claudia
