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Ramona Ramona aus Vogtareuth schrieb am 31. Mai 2007 um 16:00
All ihr Lieben da draußen, die ihr mich begleitet habt auf meinem Weg in ein bewussteres Leben, es ist mir ein tiefes Bedürfnis Euch teilnehmen zu lassen an dem, was ich gestern und heute erleben durfte. Gestern habe ich es "gewagt" meinem Partner meine ganz eigene Wahrheit mitzuteilen. Ich sprach von dem Schmerz den ich so lange ertragen habe, wenn wir so weit voneinander entfernt waren, ich sprach davon, jetzt gut für mich sorgen zu wollen und ich sprach davon, dass ich mir erlauben werde herauszufinden, wie es mir gut geht, womit es mir gut geht. Eben meine Wahrheit zu spüren. Was ich dann sah, war ein tobender kleiner verletzter Junge, völlig hilflos und zerbrechlich. Er tobte, er schrie, er beschimpfte,wurde ganz sanft und tobte wieder. Irgendwann fiel er völlig erschöpft in den Schlaf. All das was ich hörte, hätte mich vor einiger Zeit noch sehr an mir selbst zweifeln lassen, hätte mich ebenfalls toben lassen, hätte mich dazu veranlasst mich zu rechtfertigen, usw.,usw.. Gestern hörte ich ganz ruhig diesem kleinen Jungen zu und ich empfand tiefes Verständnis, ich war sehr berührt von dem, was ich sah. Und ich blieb vollkommen bei mir. Wußte ich doch, dass nicht ich gemeint bin. Heute morgen legte sich dieser kleine verletzte Junge in meinen Arm, er sprach von seiner Wahrheit, von seinem Schmerz, von inneren Bildern, die ihn nicht zur Ruhe kommen lassen. Er weinte und weinte. Ja, ich hielt diesen kleinen Jungen fest, hörte ihm zu, streichelte ihn und war einfach da für ihn. All das was er sagte, hat mich tief berührt, ganz tief in meinem Herzen. Ich erkannte immer besser warum er in bestimmten Situationen so reagierte wie er immer wieder reagierte. Tiefes Mitgefühl und doch.....war ganz klar, was meine Wahrheit ist. Ich darf nun als Freundin an seiner Seite sein, ihn begleiten, ihn trösten und ihn halten, wenn er wieder glaubt, es nicht allein zu schaffen. Und es fühlt sich gut für mich an. Wohin uns das führen wird, das weiß ich nicht, aber vielleicht ist es irgendwann möglich, dass wir uns ganz tief begegnen können. Ich bin unglaublich stolz auf mich, in dieser Situation so klar gewesen zu sein, in meiner Energie geblieben zu sein, dass ich es nicht beschreiben kann. Und ich habe nichts anderes getan, als bei meiner Wahrheit zu bleiben und das ist es, was meinem Freund nun ganz Großes ermöglicht. Ihn wachsen läßt. Wir hatten heute einen wunderschönen Tag, waren in einem Restaurant und unterhielten uns auf eine wunderbare Weise. Lange haben wir soetwas nicht erlebt. Oder überhaupt schon einmal? Ich glaube nicht. Ich konnte meinem Freund sagen, was ich all die Jahre so sehr an ihm schätzte, was für einen Wert er für mich hat und dass auch er es mir durch sein Dasein ermöglichte dorthin zu kommen, wo ich jetzt stehe. Aber jetzt gebe ich ihn frei, damit auch er seine eigene Wahrheit finden kann. Und ich? Ich werde da sein, wenn er eine Freundin braucht. In tiefer Dankbarkeit Ramona (Nicht weinen Peter.)
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