Gästebuch
Le Capannace – eine Woche „das Leben geniessen mit allen Sinnen“ liegt hinter mir/uns. Und wir haben es genossen … mit allen Sinnen …
Das Unterthema war „im Fluß des Lebens sein“ – und dieser Fluß hatte rauschende Stromschnellen und ruhige, flache Abschnitte, Untiefen und Wasserfälle, Biegungen und kaltes und warmes Wasser. Es war eine phantastische Reise durch die Gefühlswelt. Ich habe geliebt, Berührungen genossen – sowohl im Geben als auch im Nehmen -, mich in Meditationen ausgelebt, getanzt, gelacht und auch geweint. Da war auch Schmerz und Trauer und auch Unachtsamkeit – obwohl ich das im Nachhinein vielleicht doch relativieren muss. In diesem geschützten Raum ist vieles – vielleicht alles – möglich. Und was geschieht hat seinen Sinn –letztendlich eröffnet Schmerz auch eine Möglichkeit der „Heilung“.
Wir sind als Ehepaar in dieses offene Seminar gekommen und sind als Liebespaar gegangen. Meine Liebe zu meiner Frau ist tiefer, offener, klarer, direkter als zuvor – ich hätte nicht gedacht, dass dies möglich ist. Und mehr noch – ich spüre, dass meine/unsere Liebe noch viel mehr überraschendes offenbaren kann. Ich freue mich auf jede Biegung des Flusses unseres Lebens, weil sich das, was sich dahinter öffnet, unser Leben nur bereichern kann.
Ich wünsche allen anderen Seminarteilnehmern (den anderen Paaren besonders), dass sie all die positive Energie des Seminars mit in den Alltag nehmen können – und dass aus dem einen oder anderen Chaos letztendlich Heilung wird ...
Wir haben den Rahmen, in dem wir uns innerhalb des offenen Seminars als Einzelpersonen bewegen wollten, recht weit gesteckt. Dennoch war uns bewusst, dass zwischen Theorie und Praxis immer auch eine mehr oder weniger große Differenz auftreten kann. Es war sehr spannend zu erleben, wie wir tatsächlich mit Nähe und Berührungen des Partners zu/mit anderen umgehen. Und es war eine sehr bereichernde Erfahrung zu spüren, dass wir sehr viel zulassen können ohne unsere Partnerschaft oder unsere Gefühle füreinander in Frage zu stellen. Eine Erfahrung, die uns ermutigt auch in Zukunft wieder auch an offenen Seminaren teilzunehmen.
Im Gegenteil – es gab durchaus Momente in denen ich mir gewünscht hätte mehr als Einzelperson (und weniger als Teil eines Paares) wahrgenommen zu werden und mich als solche auch zeigen zu können. Immerhin habe ich meine eigenen Blockaden wieder ein gutes Stück lösen und mich selbst auch wieder mehr öffnen können. Ich entwickle mich weiter ...
Nach dem Seminar haben wir noch eine Woche Urlaub an der Etruskischen Küste drangehängt. Dort haben wir „praktiziert“, was wir „gelernt“ haben – wir haben den Krieger in uns gespürt und den Wind angeschrien, waren Geliebte und Geliebter, König und Königin – und bisweilen auch das Tier oder die Hure. Wir haben viel Skepsis geerntet (was noch vorsichtig ausgedrückt ist) – und haben uns trotzdem gut dabei gefühlt.
Jetzt sind wir wieder in die „reale Welt“ zurückgekehrt. Ich sitze im Büro und bin geistig doch in ganz anderen Sphären - ich liebe das Leben und meine Frau mit allen Sinnen und freue mich darauf dem einen oder anderen Seminarteilnehmer im richtigen Leben oder in einem zukünftigen Seminar wieder zu begegnen. Ich freue mich auf neue Begegnungen, Erfahrungen und Berührungen. Ich fühle mich im Fluss.
Danke Peter & Eva - danke allen anderen. Namasté.
