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Ramona Ramona aus Aschau im Chiemgau schrieb am 23. Juli 2008 um 15:11
Nachdem ich ein Wochenende "Auf den Spuren der weiblichen Vielfalt" mit wundervollen Frauen verbringen durfte, auf diesem Seminar die sanfte Kriegerin in mir entdeckt habe, die dennoch so unendlich kraftvoll in mir zu spüren ist, die nicht verleugnet werden muß, weil sie einen anderen, eben sanfteren Weg geht, nach diesem Wochenende fuhr ich weiter nach Capannace. Es läuft mir noch immer ein Schauer über den Rücken, wenn ich diese so unendlich große Kraft in mir spüre, die plötzlich so präsent war. Fest mit beiden Beinen auf dem Boden stand sie plötzlich da und zeigte sich mir. Diese Kriegerin in mir ist allerdings manchmal auch "grundlos" sehr traurig und mit der Frage nach dem "Warum" fuhr ich nach diesem Frauenseminar nach Capannace. Aber die Frage mußte nicht lauten, warum sie traurig ist. Sie mußte vielmehr lauten, warum diese Traurigkeit, eine Seite meines Daseins, nicht zugelassen werden kann, warum sie noch immer von mir verleugnet werden muß. Traurig zu sein bedeutete für mich schwach zu sein. Damit nicht dem zu entsprechen, was von mir erwartet wird. Wie oft habe ich gelacht, wenn mir doch zum Weinen war. Ich wollte nicht schwach sein. Auf Capannace habe ich meine Tränen fliessen lassen können, meiner Traurigkeit Raum gegeben und fühlte mich stärker als je zuvor. Ich habe mir erlaubt traurig zu sein und diese Traurigkeit anzunehmen. Zum ersten Mal so richtig anzunehmen. Ich habe die Erfahrung machen dürfen, dass all meine Verletzungen nach wie vor vorhanden sind, dass ich sie hin und wieder spüre, dass sie mir erhalten bleiben. Aber ich habe auch erleben dürfen, wie ich heute damit umgehe. Für die Werkzeuge die ich an die Hand bekam bin ich unendlich dankbar und setze sie immer wieder ein. Auch das war ein Fehlgedanke, dass nach so langer Arbeit an mir selbst wenig von meiner Geschichte zu spüren sein müßte. Dass ich nur noch die lebenslustige Frau in mir spüren darf, die tanzt, lacht und all das Andere hinter sich gelassen hat. Das habe ich, auch wenn ich Trauer spüre, denn heute schaue ich nach vorn, nicht mehr auf das, was hinter mir liegt und mein Leben so lange bestimmt hat. Aber auch das Andere, Vergangene ist da und verlangt nach wie vor nach Achtung und Respekt, am meißten von mir selbst. Auf Capannace hat die Kriegerin ihr Schild fallen gelassen, hat sich mit dieser so großen Verletzlichkeit gezeigt, war ehrlich sich selbst gegenüber und hatte wunderbare Menschen an ihrer Seite, die ihren Weg begleitet haben. Ich habe geweint, wenn die Trauer gespürt werden wollte, ich war nur dann fröhlich, wenn diese Fröhlichkeit auch wirklich in mir zu spüren war und ich spürte die sinnliche und erotische Frau in der "Rolle" des Boxenluders, eine Seite die mir sehr an mir gefällt und worin ich meine Veränderungen so deutlich spüren durfte. Mir immer wieder bewusst zu machen, was ich erreicht habe, wo ich jetzt gerade stehe, nicht zu verzweifeln, wenn Traurigkeit sich breit macht, die ich nicht spüren will....viele viele wundervolle Erkenntnisse. Ich bin eine Schicht tiefer "gerutscht" und das heißt für mich, mir in Zukunft anzuschauen, wo ich mit all diesen Erkennnissen stehe, auch an der Seite eines Partners. Wie kann ich es herausfinden, wenn ich nicht den Mut habe mich einzulassen? Wenn sich Ängste breit machen, die mich an das Damals erinnern und ich vor ihnen flüchte, weil ich keinen anderen Weg sehe? Wann dieser Zeitpunkt da ist mir anschauen zu dürfen, was jetzt angeschaut gehört.....ich überlasse es dem Universum und vertraue. All ihr lieben Wegbegleiter und Wegbegleiterinnen, ich bin sehr dankbar dafür, Euch begegnet zu sein. In tiefer Verbundenheit zu Euch Ramona
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