Gästebuch
Schwitzhütte vom 2.11.-4.11.12
Wow, dass aus einer Gruppe fremder Menschen innerhalb von 48 Stunden eine tolle Gemeinschaft wird, das ist bei den Seminaren von Bewusster leben und lieben ja schon fast die Regel.
Aber sonst: Meine tollste Erfahrung - ich kann meine Angst beherrschen und sie beherrscht nicht (mehr) mich! Eine Erkenntnis, die alleine schon unschätzbar wertvoll ist.
Gemeinsam die Schwitzhütte bauen und einrichten, vorbereiten und das nicht nur bei strahlendem Sonnenschein am Himmel, sondern auch im Herzen.
In der Hütte wächst im Dunkel und in der (anfänglichen) Enge eine Gruppe zusammen.
Auch die Erfahrung: Eigentlich sollte ich die Hütte zwischendurch nicht verlassen. Aber ich bin Herr meiner Entscheidungen und sie werden akzeptiert. Ich "darf" raus und bekomme dafür eine weitere Erfahrung. Im Dunkeln barfuß (ich laufe eigentlich aus Angst nie barfuß, schon garnicht im Dunklen!) über die Erde zum Bach gehen. Dort in das ungewisse zunächst zaghaft, dann aber immer sicherer eintauchend, die köstliche Kühle des Wassers spüren. Sich ganz reinlegen - für einen Warmduscher ein Wagnis.
Achja, Wasser. In der Hütte geht der Becher mit einwenig Wasser von Hand zu Hand. Wie köstlich ist das und jeder Schluck ein Erlebnis. Widerstehen, den Becher ganz auszutrinken. Die Nebenfrau, der Nebenmann mag ja auch was.
Und schließlich: Auch Zwiebel schmeckt im Obstsalat. Für eine Übung hatten wir jeder ein Stück Obst mitgebracht. Es war auch eine Zwiebel dabei.... Ein Geschmackserlebnis, das sich wohl keine/keiner von uns sonst geleistet hätte.
Ich bin Michael, Andrea und Swagat dankbar für die gemeinsame Zeit - und meinen Mitschwitzern natürlich auch.
Rainer, der Ältere
